In dieser Blogserie stellen wir euch unsere Partner und Lieferantinnen vor.
Heute erzählt uns Fabrizio etwas über seine Arbeit. Denn was viele Gäste der Locanda Mistral nicht wissen: Unser Brot und unsere Focaccia werden jeden Tag frisch von Manuela und ihrem Küchenteam gebacken. Das Mehl dafür kommt vom Mulino Cavanna und ist das Ergebnis echter Handwerkskunst und sorgfältig ausgewählter Zutaten. Durch die traditionelle Steinmahlung bleiben alle Nährstoffe des Getreides erhalten. Wir setzen auf Qualität statt Quantität und sind stolz, seit Jahren mit dem Mulino Cavanna zusammenzuarbeiten und unseren Gästen so Brot und andere Produkte anbieten zu können, die im Einklang mit Natur und Tradition entstehen.
Lieber Fabrizio, vielen Dank für deine Zeit und die Zusammenarbeit.
Kannst du uns etwas über dich und die Mulino Cavanna erzählen?
Weil wir für unsere Keksbäckerei in Villar San Costanzo eigenes Mehl brauchten, haben wir vor einigen Jahrzehnten angefangen, selbst zu mahlen. Dank eines erfahrenen Müllermeisters hatte ich das Glück, ein altes, wertvolles Handwerk zu erlernen, das heute etwas in Vergessenheit geraten, aber nach wie vor sehr bedeutsam ist. Wir haben erkannt, dass die Steinmahlung den Keimling des Getreides bewahrt. Dieser Mehrwert hat es uns ermöglicht, den Unterschied zu machen, dank Nährstoffen, die Industriemehle nicht haben. Das hat sich über die Jahre ausgezahlt, trotz der höheren Kosten. Qualität wird zum Glück von aufmerksamen Verbrauchern geschätzt.
Was macht den Mulino Cavanna so besonders und seit wann betreibt ihr ihn?
Unsere Mühle heißt „Mulino della Riviera", ein ziemlich interessanter Name, wenn man bedenkt, wo sie steht: Sie liegt in einer sehr geschützten Senke mitten im Ortskern von Dronero, wo man Zitronen-, Bananen- und Olivenbäume im Freiland wachsen sieht. Ihre Geschichte reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück und erstreckt sich bis heute. Ein seltenes Beispiel von Beständigkeit über die Jahrhunderte. Wir haben die Mühle Anfang der 2000er Jahre gekauft und restauriert, nach 30 Jahren Leerstand. Wir haben an ihr Potenzial geglaubt und die alten Mahlsteine sowie vor allem den Wasserantrieb mit den großen Schaufelrädern erhalten.
Wie hat sich das Müllerhandwerk im Laufe der Jahre verändert und was ist gleich geblieben?
Im Laufe der Jahre haben wir beobachtet, dass die Verbrauchenden bewusster geworden sind. Produktetiketten werden endlich aufmerksam gelesen, und das Mehl als einer der wichtigsten Grundzutaten hat endlich die Aufmerksamkeit bekommen, die es verdient. In den 80er Jahren sprach man nur von Tipo-00-Mehl. Heute werden Tipo 1 und Tipo 2 den stärker raffinierten Mehlen vorgezogen. Dazu kamen die sogenannten kleinen Getreidearten wie Dinkel, Roggen und Buchweizen, die wieder an Bedeutung gewonnen haben. Was sich zum Glück nicht verändert hat, sind die Beständigkeit und das Engagement für ein Grundnahrungsmittel unserer Küche.
Welche drei Dinge sollten unsere Leser in der Valle Maira auf keinen Fall verpassen?
- Wir sind in erster Linie auf das Wasser des Torrente Maira angewiesen, der an den faszinierenden Quellen bei Saretto entspringt. Unbedingt ansehen!
- Aus naturkundlicher Sicht verdienen die Bergseen des Valle Maira einen Besuch. Jeder ist anders, eingerahmt von unberührter, wilder Landschaft.
- All diese Schönheiten sind über ein geradezu fantastisches Wegenetz erreichbar, das sich durch das gesamte Tal zieht und noch unentdeckte Ecken miteinander verbindet, ob zu Fuß, mit dem Fahrrad oder auf Skiern.